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Nachbarschaftlich
Weil die neuen Nachbarn sich frühzeitig kennen
lernen, zusammen planen, bauen und sich gegenseitig
unterstützen, ziehen sie dorthin, wo man
sich bereits kennt.
Maßgeschneidert
Weil die späteren Bewohnerinnen und Bewohner
von Anfang an mitdenken und planen. Dadurch entstehen
passende Lösungen für unterschiedliche
Ansprüche.
Kostengünstig
Weil die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer
selbst als Investoren und Bauherren tätig
sind, können sie deutlich preiswerter bauen.
Platzsparend
Weil große Grundstücke und Wohnhäuser,
die für den einzelnen nicht erschwinglich
sind, zur Verfügung stehen und die Grundstücke
besser ausgenutzt werden können. Freiflächen
können gemeinsam genutzte werden
Ökologisch
Weil die Heizsysteme gemeinsam genutzt werden
können und dadurch sich die Emissionen verringern.
Ökologische Heizsysteme wie Holzpellets sind
meist erst sinnvoll für mehrere Einheiten.
Der Flächenverbrauch von versiegelten Flächen
kann reduziert werden.
Was sind Baugemeinschaften?
Baugemeinschaftsprojekte sind in vielen europäischen
Ländern, vorallem in Österreich, den
Niederlanden und Däne-mark, weit verbreitet.
Gemeinschaftliches Planen und Bauen wird seit
einigen Jahren auch in Deutschland zunehmend praktiziert.
Bauen in der Gruppe war bislang vor allem sozial
motiviert und genossenschaftlich organisiert.
Dass der Zusammenschluss mehrerer einzelner Bauherren
oft sparsames und preiswertes Bauen bedeutet,
war lange ein vernachlässigter Faktor, der
aber seit kurzem besonders bei von pragmatischen
Interessen geleiteten Bauprojekten an vorderster
Stelle steht.
Ein Baugemeinschaftsprojekt unter- scheidet sich
grundsätzlich von herkömmlichen Organisationsformen
vor allem durch das gemeinsame Planen und Bauen
mehrerer Einzelbauherren. Der Zusammenschluss
ist die ideale Lösung für alle, die
bei den Bau-maßnahmen mitreden möchten
und die nicht ein Haus von der Stange
kaufen möchten. Durch frühzeitige Absprachen
kann ein homogenes Konzept entwickelt werden,
dass den rechtlichen und organisatorischen Rahmen
für die Zusammenarbeit regelt. Einigkeit
über die Bauform (Einzelhäuser, Reihenhäuser
oder Mehrfamilienhaus), die Bauweise (Holzrahmen
oder Massivbau), über Baustoffe (Holz, Lehm,
Kalksandstein etc.) und den Kostenrahmen sollte
vor Beginn an herrschen, denn erst dann kommen
die Vorteile von Baugemeinschaften - wie Kosteneinsparungen
- am besten zum tragen.
Baugemeinschaften können sowohl von Einzelbauherren
als auch von zwei oder drei gleich gesinnten Familien
gegründet werden, denen sich später
weitere Interessenten anschließen können.
Viele erfolgreiche Baugemeinschaften sind auf
Initiative zweier befreundeter Familien entstanden.
In Baugemeinschaften bündeln sich eine Vielzahl
beruflicher und sozialer Kompetenzen sowie unterschiedliches
Fachwissen der einzelnen Mitglieder. Zusammen
genommen kommt dieses Wissen allen Mitgliedern
zugute nach dem Motto Zwanzig Augen sehen
mehr als zwei. So können Probleme gelöst
werden, an denen der Einzelbauherr gescheitert
wäre.
Wie funktioniert das Bauen in der Gemeinschaft
in der Regel?
Über Zeitungsanzeigen, kommunale Planungsämter,
Architekten oder über Firmen, die sich auf
diese Organisationsformform spezialisiert haben,
finden interessierte Bauwillige zusammen.
Das Stadtplanungsamt Dresden und das bauforum
dresden e.V. bieten eine unabhängigge
Beratung und eine Kontaktbörse an, an der
sich Baugemeinschaftinteressierte informieren
und zusammen finden können.
Haben sich mehrere Bauherren zu einer Baugemeinschaft
zusammengeschlossen, planen sie gemeinsam mit
einem Architekten, wie das Bauwerk innen und außen
gestaltet werden soll. Dabei werden alle individuellen
Wünsche berücksichtigt.
In einer Baugemeinschaft werden alle Bauleistungen
erst dann gezahlt, wenn sie erbracht und überprüft
worden sind. Jeder Haushalt zahlt entsprechend
der Wohnungs-/Hausgröße die Rechnungen.
Die Sonderwünsche innerhalb der eigenen vier
Wände werden getrennt abgerechnet.
Wer eine fertige Wohnung kauft, muss weniger Zeit
investieren, da ihm Verantwortung und Entscheidungen
für den Bau abgenommen werden. Dafür
wird seine Gestaltungsfreiheit stark eingeschränkt.
In der Baugemeinschaft entscheiden die Bauherren
gemeinsam, ob beispielsweise nur ökologische
Materialien verbaut werden, welche Spielgeräte
für die Kinder im gemeinsamen Garten angeschafft
werden oder gemeinsame Einrichtungen wie zum Beispiel
eine Sauna geplant werden.
Im Vergleich zum einzelnen Käufer, der eine
fertiggestellte Wohnung kauft, kann die Baugemeinschaft
schon beim Grundstückskauf Kosten sparen.
Die Bauherren zahlen die Notargebühren und
die Grunderwerbsteuer für die unbebaute Fläche.
Beim Wohnungskauf hingegen beziehen sich diese
Rechnungsposten auf das Grundstück mit der
schlüsselfertigen Wohnung darauf. Zusätzlich
kann die Baugemeinschaft auch günstigere
Zinsen oder Preise verhandeln, wenn sie gemeinsam
bei einer Bank ihre Darlehen finanzieren oder
bei einem Hersteller das gesamte Material beziehen.
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